Drei Schritte im Umgang mit innerem Widerstand

Gehst Du in inneren Widerstand, wenn Du hörst „Die da oben machen, was sie wollen. Sie bestimmen über uns, sie zwingen mich zu etwas, was ich nicht will. Das System ist schlecht und falsch.“

Egal, wie Du über die Corona-Maßnahmen oder ihre Gegner denkst, mach Dir eines bewusst: Du bist ein Teil davon. Du bist ein Teil des Ganzen. Und wenn Du jetzt denkst, „ja schon, aber das will ich nicht“, dann erwidere ich:
Das kann ich verstehen, aber es ist eine Tatsache, dass wir alle miteinander verbunden sind.  Auf die eine oder die andere Weise und das hat wenig mit Deiner mentalen Ausrichtung zu tun, sondern vielmehr mit der feinstofflichen, energetischen Verbindung.

Wir sind alle Energie und Energie ist und bleibt, auch verbunden und sie geht nicht weg. 

Doch was kannst Du tun, wenn Du spürst, dass sich in die Widerstand regt? Egal, ob es sich um die Maßnahmen der Covid-10 Einschränkungen handelt oder um eine andere Situation in Deinem Leben.
Zunächst einmal hilft es, diese Reaktion von Widerstand als solche einzuordnen:

Was ist Widerstand?

Es ist eine Regung, die Dir zeigt, dass sich gerade etwas in Dir oder um Dich herum von der gewohnten Form verändert hat. Etwas ist anders als vorher. Das kann ein Wort sein, welches das bis dahin gute Gespräch kippen lässt und es kann auch ein Muskelkater sein, der Dir zeigt, dass es ein zu viel an Belastung und Bewegung wahr und Dein Muskel über das Normale hinaus beansprucht wurde. Widerstand ist also erst einmal ein Signal, welches auch Druck erzeugen kann.

Was passiert, wenn Du in den Widerstand gehst?

In der Regel verstärkt sich der Druck. Du hälst dagegen. Dein Gegenüber auch. Es geht um ein Ringen von Positionen. Je nachdem, wie lange das anhält, kommt es dabei zu enormen Reibungsverlusten. Einer totalen Ermüdung des Materials: körperlich, geistig und emotional. Du laugst Dich aus.

Drei Schritte im Umgang mit dem inneren Widerstand

Der erste Schritt ist ein Annehmen des Widerstandes. Egal, was Dir durch den Kopf geht, welches Gefühl sich zeigt, wie müde Dein Körper ist – erkenne es an und bestätige diese Erkenntnis zunächst Dir selbst gegenüber. „Ja, es ist so“. Als erfahrener Klopftimist weißt Du, dass eben das Klopfen das Akzeptieren verstärkt:
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„Ja, ich nehme diesen Widerstand in mir wahr. Er ist da. Und ich bin ok. Es ist in Ordnung, dass er sich jetzt zeigt.“
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Allein mit der Annahme dessen, beruhigt sich Dein Feld schon, weil es das Signal erhält, dass Du wahrgenommen hast, dass jetzt etwas anders ist.
Im zweiten Schritt ist Dein detektivisches Gespür gefragt. Erforsche, was genau zu dem Widerstand geführt hat: was war es genau und welche Reaktion folgte? War es ein Wort, auf das Du reagiert hast? Hat eine Beobachtung einen Gedanken in Dir ausgelöst? Ist es eine rein körperlicher Reaktion? Oder von allem etwas? Wo kommt das her? Wann hast Du das zum ersten Mal wahrgenommen? Wie war das damals?
Wenn Du Deine Antworten darauf gefunden hast, kannst Du klarer sehen und auch fühlen. Du kannst natürlich auch diesen Prozess klopfend unterstützen.(Hilfreich ist dabei der Zugang über die Vergebung:   hier findest Du dazu Anregungen/)
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Als dritten Schritt integriere Dich wieder in das System. Egal, was Du gerade ablehnst nimm Deinen Platz in dem System wieder bewusst ein und trenne Dich nicht von dem, was auch ein Teil von Dir ist, denn das bringt keinen Frieden, sondern nur Einsamkeit mit sich. Was meine ich damit? Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Klienten gesprochen, der auf Grund von Corona-Erkrankungen gebeten wurde, seinen Weiterbildungsort auch über das Wochenende nicht zu verlassen. Alle sollten dort bleiben und in ihm rebellierte alles: Er fühlte sich eingesperrt, interniert, gefangen, unverstanden, einsam und auch ängstlich.
Wenn er sich nun diesen Gefühlen mit aller Kraft und Intensität hingegeben hätte, dann wären der Graben zwischen ihm und „Bestimmern“ noch tiefer geworden. Seine Aufmerksamkeit und seine Energie hätte die Kluft tiefer und tiefer werden lassen, weil er sich auf das Trennende fokussiert. Und er hätte sich dabei immer einsamer gefühlt.
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Als wir die drei Schritte oben durchlaufen waren, ging es ihm wieder besser. Er konnte seine Fokus neu ausrichten. Er erinnerte sich, dass er immer ein Teil und verbunden ist, auch wenn es äußere Grenzen gibt. Er nahm wahr, wie viel Freiheit ihm möglich ist, wenn er sich die Freiheit im Kopf erlaubt, neu und anders zu denken. Und plötzlich war der Funke da, dass er unbedingt die Zeit nutzen möchte, um neue Musikstücke zu schreiben. Er ist nämlich Musiker. Die äußeren Umstände haben etwas in Bewegung gesetzt, was er nicht hätte wahrnehmen können, wenn er in dem Gefühl der Ablehnung geblieben wäre.

Wir gehen immer nur dort in den inneren Widerstand, wo wir selbst Anteile tragen.

Diese geistige Regel gilt immer. Ob sie Dir gefällt oder nicht. Achte mal darauf. Du wirst Dich besonders dort aufregen, wo alte Verletzungen liegen, vor deren Erinnerung Du Dich schützen möchtest. Mein Klient kannte das Gefühl des „Weggesperrt seins“ aus seiner Kindheit. Und so durfte er nicht nur neue Musikstücke kreiieren, sondern auch ein paar alte Wunden heilen.

Lass aus Du Deinem Widerstand keine tiefen Gräben werden. Weder emotional noch kognitiv. Nutze Deinen Widerstand als Chance. Es ist ein Signal Deiner Seele und Deines Herzens. Erlaube ihnen, Dir zu zeigen, welche Geschenke in Deinem Widerstand verborgen sind. Bleib damit bei Dir und Deinem individuellen Weg. Lass Dich nicht vereinnahmen von den Dingen oder Menschen, die Trennung im Sinn haben. Es gibt nicht die einen oder die anderen. Es gibt viele verschiedene Seelenwege, unterschiedliche Aufgaben und Erfahrungen.
Wende Dich mit Deiner Aufmerksamkeit immer den Möglichkeiten oder Gemeinsamkeiten zu. Was kannst Du in Dir, in Deinem Umfeld tun, damit es für Dich – trotz veränderter, äußerer Umstände gut ist.
Du darfst dabei neue Wege gehen und neues ausprobieren. Und ja, es gehört auch dazu, auszuhalten, dass es Menschen gibt, die eine vollkommen andere, Dir widerstrebende Position, haben.
Ein beeindruckendes Buch, zum Thema, wie Du Deine innere Freiheit trotz schwieriger äußerer Umstände bewahrst, findest Du hier:

2 Antworten auf „Drei Schritte im Umgang mit innerem Widerstand“

  1. Liebe Tina
    lieben Dank für deine Erinnerung an die inneren Widerstände .
    B ei mir war die auch kurz da ,da ich nun wieder mein geliebtes yoga lehren nicht mehr ausüben kann.
    Überlege ob ich es nicht wieder über skype anbieten werde . Im frühjahr hatte ich sehr viel freude dabei
    so kam meine Erinnerung!!
    Es gibt mir immer wieder viel kraft und Mut wenn ich deinen newsleter lese, sie sind sehr inspiriend und aufbauend,
    lieben dank!!!
    Liebe Grüsse Angelika Hoelz

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