Verzeihen schaltet chronischen Stress aus

Bluthochdruck, Kopf- und Magenschmerzen sowie Schlafstörungen sind nur einige, aber die am häufigsten auftretenden, körperlichen Reaktionen auf Kränkungen und Verletzungen, die wir nicht verzeihen können oder wollen. Andere Folgen können Nervosität und Gereiztheit sein; vielleicht sind aber auch Deine Abwehrkräfte geschwächt oder Deine Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Alles Faktoren von chronsichem Stress.

Wenn sich Jemand Dir gegenüber kränkend verhält oder Dich so sehr verletzt, ist Deine erste Reaktion vermutlich die, dass Du nie wieder etwas mit dieser Person zu tun haben möchtest. Diese Entscheidung ist gesund, um wieder zu Kräften zu kommen und zu analysieren, wie es dazu kommen konnte. Aber Du hoffst auch, dass Du Dich so künftig schützen kannst.

Kann das funktionieren?

Emotionale Verletzungen sind wie ein Stachel, der nicht gezogen ist. Du kannst Glück haben und er bereitet Dir kaum Schmerzen, weil Du sehr vorsichtig jede Bewegung so machst, dass Du auf keinen Fall an diesen Stachel stößt. Du kannst auch etwas über den Stachel kleben und hoffen, dass der Körper ihn einfach annimmt. In den allermeisten Fällen ist es aber so, dass Du bewusst oder unbewusst an den Stachel stößt und er schmerzt.
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Mental kannst Du analysieren, wie kam es dazu, wie Du Dich künftig besser schützen kannst oder welchen Anteil andere daran haben. Nur allein darüber wirst Du ihn nicht ziehen. Solange Du große Angst hast vor dem Schmerz, wenn Du ihn endgültig herausziehst, bleibt er ein Risiko: Dein Körper wird früher oder später auf den Stachel reagieren. Mit Entzündungen, die weitere Folgen nach sich ziehen können.
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Dieser Vergleich hilft Dir vielleicht ein klein wenig zu verstehen, dass die mental getroffene Entscheidung alleine nicht ausreichen wird, Dich künftig vor Verletzungen zu schützen bzw. die Folgen der erfahrenen Kränkung zu verhindern.
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Deine emotionale Belastung spielt einfach eine entscheidende Rolle. Sie darf nicht ignoriert werden. Wie groß ist Deine Wut, Dein Gefühl von Ohnmacht, Machtlosigkeit, Enttäuschung, Trauer, Rachsucht, Hass oder schlicht Erstarrung, die Du hier und jetzt erlebst, wenn Du an die vergangene Verletzung denkst?
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Gefühle lassen sich von Deinen Gedanken nicht abkoppeln. Sie sind in jedem Fall da, ob Du sie spürst oder nicht. Je weniger Du sie fühlen kannst, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du ein „Schock-Trauma“ erlitten hast. Dann hat Dich die Situation härter erwischt hat, als Du es Dir vorstellen oder auch eingestehen möchtest.

Warum kommt es zu chronischem Stress? 

Sehr hohe emotionale Belastung wertet Dein limbisches System (quasi Dein emotionales Gehirn) als Gefahr und geht in den Alarmzustand. Dementsprechend wird all Deine Energie darauf konzentriert, Dich aus dieser Gefahrensituation herauszubringen. Dies gelingt über drei Wege, die sich seit unseren „Urzeit-Vorfahren“ nicht verändert haben:
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  • Angriff (ich schreie mein Gegenüber an/ ich werfe etwas um/ ich schlage um mich)
  • Erstarrung (ich kann gar nichts sagen/ mich auch nicht rühren/ mich nicht wehren)
  • Flucht (ich laufe wortlos weg/ ich weiche aus):Währenddessen ist Dein denkendes Gehirn runtergefahren. Es spielt in diesem automatisch ablaufenden Mechanismus schlicht keine Rolle, weil es einfach zu viel Energie bräuchte. Wenn Du aus der Gefahrensituation „raus bist“, kannst Du wieder tiefer durchatmen und alle Systeme fahren wieder hoch. :
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    Nach einer Kränkung oder Verletzung, über die wir noch lange und wiederkehrend nachdenken, kommt es zu einer stetigen Aktivierung des „Alarmzustandes“, weil eben hinter den Gedanken auch die Emotionen stehen, auf die Dein limbisches System reagiert. Hinzu kommt, dass es nur die Gegenwart kennt . Das emotionale Gehirn kann nicht unterscheiden, ob Du über etwas nachdenkst, was in der Vergangenheit liegt. Jeder Gedanke und jede damit verbundene Emotion ist Gegenwart und somit aktive Realität. Ein zu lange anhaltender Alarmzustand führt zu einer Überforderung Deiner körpereigenen Schutzsysteme und es kommt zu Ausfallerscheinungen. Neben einer beständig zu hohen Ausschüttung von Stresshormonen, sind dies eben auch Bluthochdruck, Schlafstörungen oder andere oben schon erwähnte Symptome. :
Dein Groll und Hadern führen also vor allem dazu, dass Du in einem permanenten Alarmzustand bist und es Dir schlecht geht.

Wie schaltet Verzeihen chronischen Stress aus? 

Verzeihen ist zunächst einmal ein Prozess und keine „Einmalhandlung“. Der Psychologe Robert Enright von der Unisversity of Wisconsin-Madison hat das „Internation Forgiveness Institute“ gegründet und erforscht seit Jahren wie sich Verzeihen auf die Psyche und den Körper auswirkt. Besonders markant ist dabei, dass im Rahmen seiner Untersuchungen zeigten seine Klienten folgende positiven Veränderungen, wenn sie sich auf „verzeihen einließen“:
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– das Stresshormon Cortisol nahm im Blut messbar ab
– der Blutdruck normalisierte sich
– seine Klienten schliefen wieder besser
– depressive Beschwerden und chronische Schmerzen ließen nach
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Das sind die Fakten, die vielleicht auch deutlich machen, dass es überhaupt nicht um die andere Person geht, sondern um Dich. Dir ganz persönlich tut es gut, wenn Du loslässt, was Dich so verletzt hat. Damit machst Du Dich auch handlungsfähig und gewinnst Energie zurück. Was Du dabei loslassen sollst, sind vor allem die Emotionen, die Dich belasten und vor denen Du gleichzeitig große Angst hast, sie nicht kontrollieren zu können, weil es damals, als es passierte schließlich auch so wahr, dass Du Dich „nackt und schutzlos“ gefühlt hast.
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Die EFT-basierte Klopfakupressur ist dabei eine sehr gute Unterstützung, um diesen Prozess des Verzeihens so zu beschreiten, dass Du Dich mit jedem Schritt auch wohl fühlst.

EFT basierte Klopfakupressur und Verzeihen

Die Klopfakupressur sorgt dafür, dass bereits mit dem ersten Klopfen auf den Meridianpunkten Oxycotin augeschüttet wird. Ein Glückshormon, ein Bindungshormon, was die Stresshormone „in Schach hält“. Gleichzeitig können die rechte und die linke Gehirnhälfte wieder besser mit einander arbeiten, das bedeutet, dass das emotionale und denkende Hirn wieder harmonisch zusammenspielen.
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So bauen sich die Ängste vor den erdrückenden Emotionen ab, es weitet sich die Perspektive auf die Situation und Du bekommst das Gefühl, handlungsfähiger zu sein. Das ist eine gute Vorbereitung und ein idealer Schutz für vergleichbare Situationen in der Zukunft.
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Deine Emotionen und Gedanken sind gleichwertig und während Du klopfst, wirst Du feststellen, dass sich auch auf der körperlichen Ebene Spannungen lösen. Denn die Klopfakupressur berücksichtig alle drei Ebenen. Wie das konkret zu verstehen ist, probierst Du am besten einfach mal aus.
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Der allererste Schritt beim Verzeihen ist eigentlich der, dass Du Deinen eigenen Gefühlen mal nachspürst und lernst, sie zu verstehen. Dazu habe ich einen eigenen Blogbeitrag geschrieben, den Du hier findest:  https://tina-husemann.de/freiheit-durch-vergebung-gefuehle-annehmen/
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Um dich bei diesem ersten Schritt zu unterstützen habe ich auch eine Mitmach-Folge für meinen Podcast aufgenommen. Hier kommst Du direkt dorthin: https://youtu.be/FJMnZf1g02E

Ein weit verbreitetes Vorurteil

Wenn Du verzeihst, heißt das nicht, dass Du dem anderen eine Absolution für sein Verhalten erteilst oder dass Du nachgibst.
Verzeihen heißt, dass Du wieder vollständig die Kontrolle über Deine Gefühle, Deinen Körper und auch Deine Psyche übernimmst. Du erlaubst dem anderen nicht mehr, seinen Stachel noch eine Minute länger „in Dir schmerzen“ zu lassen.
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Daher ist es möglich, zu verzeihen und trotzdem keinen Kontakt mehr mit der Person eingehen zu wollen. Aber jetzt geht es Dir mit dieser Entscheidung auf jeder Ebene gut und wirst nicht mehr unter chronischem Stress leiden.
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Wenn Du nun wissen möchtest, wie Du die EFT-basierte Klopfakupressur am besten anwendest, um zu verziehen, dann habe ich einen Artikel für Dich:
Darin findest Du ganz konkrete Schritte und ich leite Dich an, wie es geht:
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Wir werden über Beziehungen krank und daher können wir auch über Beziehungen wieder gesund werden. Ich bin jederzeit für Dich da, wenn Du für einen oder zwei Schritte eine stärkende, motivierende und schützende Begleitperson an Deiner Seite wünscht. Schreib mir einfach an post@tina-husemann.de 

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