Warum du nachts nicht schlafen kannst – und wie dein Nervensystem endlich zur Ruhe kommt

Warum ist es eigentlich so schwer, einfach nur durchzuschlafen – statt nachts zu grübeln, Ängste zu spüren oder sich darüber zu ärgern, nicht mehr einschlafen zu können?

Viele Menschen leiden unter Schlafproblemen, Schlafstörungen, nächtlichem Grübeln, Angstzuständen oder Albträumen. Besonders nach stressigen oder belastenden Erfahrungen fällt es dem Nervensystem schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen. Vielleicht kennst du das auch: Du bist erschöpft, aber dein Körper bleibt innerlich wach.

Was deinem Nervensystem hilft, besser einzuschlafen

Häufig beginnen die Gedanken gerade dann zu rattern, wenn du zur Ruhe kommst. Dummerweise ist das genau dann, wenn du eigentlich schlafen möchtest. Ideal ist es in solchen Fällen, den Körper schon vorher auf den Schlaf vorzubereiten. Die Forschung hat dazu gezeigt, dass ein Spaziergang zum Tagesende, lesen, Musik hören oder mit den Händen tätig zu sein (basteln, stricken, bauen), sich besonders positiv auf das Nervensystem und Gehirn auswirken.

Schenke dir einmal 21 Tage am Stück und probiere diese neue Routine aus. Du kannst dabei gerne zwischen Spaziergang, lesen, Musik hören oder mit den Händen arbeiten wechseln.

In folgendem Video teile ich mit dir eine kleine Klopfroutine, die du auf der Bettkante nutzen kannst und eine kleine Körperübung; „Diese 2 Übungen sagen deinem Körper: der Tag ist vorbei“:

 

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Die Kernbotschaft lautet, die du auch in deine Worte fassen kannst und unbedingt klopfen solltest:

„Hole dir deine Energie zurück, die du im Laufe des Tages unbewusst bei Menschen oder an bestimmten Orten verloren hast.

Gib fremde Energie, die du unbewusst aufgenommen hast, dorthin zurück, wo sie hingehört.

Und erlaube der höheren Intelligenz deines Körpers, alle Körpersysteme und Energiesysteme im Schlaf neu auszurichten“

Warum Angst nachts oft schlimmer wird

In der Zeit zwischen 2:00 Uhr und 4:00 Uhr nachts ist der Serotoninspiegel am niedrigsten. Das bedeutet, dass wir es in dieser Zeit besonders schwer haben, gute, zuversichtliche oder auch motivierende Gedanken zu haben. 

Früher nannte man diese Zeit auch die Wolfsstunde, weil in dieser Zeit die Gedanken und inneren Bilder sehr bedrohlich wirken können.

Darum ist es wichtig, das, was du in dieser Zeit denkst, oder fühlst nicht zu stark zu bewerten, weil eben die Biochemie deines Körpers gerade ist, wie sie ist.

Versuche nicht auf die Gedanken einzusteigen, denn sonst aktivierst du weitere Körpersignale von Stress und Angst und kannst leicht in eine Angstspirale rutschen.

Was kann helfen?

Erinnere dich daran, dass das, was du denkst, gerade einfach nur Chemie ist. Ein stärkender Gedanke zum klopfen wäre beispielsweise:

„Meine Körperchemie spielt mir gerade einen Streich.
Ich bleibe trotzdem mit meiner Liebe und Energie in meinem Körper.
Es ist alles okay mit mir.“

Oder du konzentrierst dich auf mein Lieblingsmantra und sprichst oder denkst das „…so lange in Dauerschleife, bis du wieder eingeschlafen oder zur Ruhe gekommen bist.“

„Ich bin voller Licht und Liebe in jeder Körperzelle.“

Nachts wachliegen und nicht mehr einschlafen – so beruhigst du dein Nervensystem

Mitten in der Nacht wirst du wach und kannst nicht mehr einschlafen. Du fängst an zu grübeln und beobachtest, wie sich deine Ängste zunehmend einstellen und der Körper entsprechend reagiert. In solchen Fällen ist es oft besser, sich nicht zu zwingen, im Bett liegen bleiben zu müssen, sondern an einen Platz im Haus zu wechseln, an dem du Licht anmachen kannst, eventuell Musik anmachen kannst, ohne jemanden zu stören. 

Wenn du von dir weißt, dass du gerade eine Phase hast, in der du oft mitten in der Nacht wach wirst, richte dir diesen zweiten Platz im Haus einladend ein, so dass du dich dort geborgen fühlen kannst.

Auch wenn du lieber im Bett liegen bleiben möchtest, die folgende Atemübung ist in dieser Situation eine wertvolle Unterstützung, um das Nervensystem zu beruhigen:

  • Atme ein und zähle bis vier
    Halte die Atmung ganz kurz an
    Atme aus und zähle bis sieben

Diese Form der Atmung wiederholst du mindestens 11-mal und konzentrierst dich auf das zählen der Ein-und Ausatmung.

In diesem Video begleite ich dich:   Einfach hier klicken!

Wenn du aber merkst, dass Angst und Unruhe schon so groß geworden sind, dann nutze die Übungen aus diesem Beitrag:   https://tina-husemann.de/gedankenkarussell-stoppen-effektive-methode/

Es kommt nicht auf die Dauer an

Das größte Missverständnis zum Thema Schlaf ist sicherlich der Gedanke, dass jeder Mensch mindestens 8 Stunden schlafen sollte. Wie viel jeder Mensch schlafen muss, ist äußerst unterschiedlich. Manche kommen mit 6 Stunden aus und weniger. Manche brauchen 8 Stunden und mehr.

Je älter Menschen werden, umso weniger Schlaf brauchen sie häufig.

Um zu beurteilen, ob dein Schlaf ausreichend war und sich dein Körper gut erholen konnte, beobachte, wie du dich am Tag darauf fühlst.

In vielen Fällen ist der Körper leistungsfähiger als du erwartet hättest. Das kann daran liegen, dass dein Körper in der Nacht ausreichend Schlaftiefe erreichen konnte.

Eine wertvolle, traumasensible Klopfsequenz könnte lauten:

„Ich vergebe mir selbst all den Druck und Stress,
den ich mir gerade mit meinem Schlaf mache.

Ich vertraue der Weisheit meines Körpers, und erlaube meinem Körper, all den bewussten und unbewussten Druck und Stress jetzt zu lösen.

Auch wenn ein Teil von mir denkt, dass ich zu wenig Schlaf habe, um leistungsfähig sein zu können, ich bleibe jetzt mit all meiner Energie in meinem Körper.

Ich verbinde mich mit meiner inneren Weisheit und vertraue darauf, dass ich mich vitaler und belastbarer erlebe als ich es mir jetzt vorstellen kann.

Ich erlaube mir, den Druck zu nehmen, schlafen zu müssen.
Mein Körper und ich können mehr, als ich gerade denke.“

Wenn du selbst noch weiterführende Ideen und Anregungen rund um deinen Schlaf finden magst, dann empfehle ich dir gerne dieses Buch:

Prof. Dr. Volker Busch:Gute Nacht, Gehirn. Gedanken, um zur Ruhe zu kommen“

Stärkender Umgang mit Albträumen

Das Gehirn verarbeitet nachts Emotionen und Erfahrungen des Tages. Der Schlaf kann Gefühle befrieden – nicht umsonst heißt es, eine Nacht darüber schlafen.

Gerade bei Menschen mit belastenden Erfahrungen, zum Beispiel traumatischen Erfahrungen, versucht das Gehirn die unterdrückten Gefühle in der Nacht zu verarbeiten.

In den Albträumen kommt es also eher auf das Gefühl an als auf das Bild, das vermittelt wird.

Wenn dir ein Albtraum am Morgen lange nachhängt oder dich so richtig mitgenommen hat, dann ist es sehr sinnvoll, mit dem Kerngefühl des Albtraums zu klopfen, um so den Körper und das limbische System (emotionale Gehirn) zu unterstützen, die  verdeckten und unterdrückten Gefühlseindrücke neu zu sortieren – so dass sie nun auf gesunde Weise integriert werden. 

Wie das gehen kann zeige ich Dir in diesem Video mit einer traumasensiblen Übung: 

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Schlaf bedeutet nicht nur Erholung. Schlaf ist auch ein Ausdruck davon, ob dein Nervensystem sich sicher genug fühlt, loszulassen. Und dabei darfst du deinen Körper auch am Tag mit Hilfe der traumasensiblen Klopfakupressur und anderen Übungen liebevoll unterstützten. Mit Selbstmitgefühl und Freundlichkeit. Schritt für Schritt.
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»»»  Wenn deine Schlafprobleme dauerhaft bestehen oder sehr belastend werden, kann es sinnvoll sein, zusätzlich ärztliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

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