Das Gedankenkarussell stoppen.
Warum „Stopp“ denken nicht reicht und was wirklich hilft.
Ein Gedankenkarussell lässt sich meist nicht einfach dadurch beenden, dass du innerlich „Stopp“ sagst. So logisch und sinnvoll dieser Impuls ist – für dein Gehirn ist er oft einfach zu schwach.
Das liegt aber nicht daran, dass du zu schwach bist, sondern daran, dass Dein Nervensystem versucht in solchen Momenten, Sicherheit herzustellen. Gedanken kreisen vor allem dann, wenn etwas in dir in Alarmbereitschaft ist, zum Beispiel der Anteil, der sich übersehen oder überhört fühlt.
Dein Gehirn greift dabei automatisch auf bekannte Wege zurück. Es tut das, was du früher auch gemacht hast: z.B. Dich still verhalten. Dich nicht bemerkbar zu machen. Diese Wege sind vertraut, auch wenn sie sich heute für dich – als erwachsene Person – unangenehm anfühlt.
Dein erwachsenes Ich möchte das ändern und denkt über Lösungen nach während dein Nervensystem dabei in einer erhöhten Aktivierung bleibt, und die Gedanken bewegen sich immer wieder im Kreis.
Um diesen Kreislauf zu unterbrechen, braucht es ein Signal, das deutlich genug ist, um dein gewohntes Muster zu durchbrechen.
Warum ein überraschender Impuls dein Gedankenkarussell stoppen kann
Wenn du statt eines innerlich gedachten „Stopp“ das Wort singst – zum Beispiel mit der Melodie von „Stop in the name of love“ (von „The Supremes“) – passiert etwas Entscheidendes.
Du aktivierst dabei andere Bereiche in deinem Gehirn. Deine Stimme, die Melodie und der Rhythmus senden ein unerwartetes Signal. Dein gewohntes Gedankenmuster wird unterbrochen.
Gleichzeitig wirkt deine Stimme direkt auf dein Nervensystem. Das Singen verändert deine Atmung und kann dazu beitragen, dass sich dein inneres System beruhigt.
Das Gedankenkarussell hält für einen Moment an. Dein System bekommt die Möglichkeit, aus der Anspannung herauszutreten.
In diesem kurzen Video zeige ich dir, wie du diesen Impuls nutzen kannst:
Wie dein Gehirn neue Wege lernt
Je öfter du dein Gedankenkarussell auf diese Weise unterbrichst, desto mehr lernt dein Gehirn, dass dieser alte Weg nicht mehr automatisch weitergeführt wird.
Das ist ein natürlicher Lernprozess. Dein Nervensystem beginnt zu verstehen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, mit innerer Aktivierung umzugehen.
Deine jüngeren Anteile von früher, die sich oft angepasst oder versteckt haben, kannst du jetzt zu „Wort kommen lassen“. Sie fühlen sich dadurch gesehen und der Hochstress im Nervensystem reduziert sich.
Und genau hier entsteht eine wichtige neue Möglichkeit.
Wenn das Karussell anhält, entsteht ein neuer Raum. In diesem Moment kannst du bewusst entscheiden, womit sich dein inneres System stattdessen beschäftigen soll.
Nicht durch Druck oder Kontrolle, sondern indem du deine Aufmerksamkeit wieder in deinen Körper bringst und bei dir bleibst.
Wie Klopfakupressur dein Nervensystem zusätzlich stabilisiert
Die traumasensible Klopfakupressur unterstützt diesen Prozess auch auf körperlicher Ebene. Durch das sanfte Klopfen wird dein Nervensystem dabei unterstützt, aus der Alarmbereitschaft in einen Zustand von mehr Ruhe und Stabilität zurückzufinden.
Dabei arbeiten wir mit Formulierungen, die deinem inneren System erlauben, verschiedene Anteile gleichzeitig wahrzunehmen, zum Beispiel:
Ein Teil in mir ist noch unruhig.
Und gleichzeitig bleibe ich in meiner Mitte.
oder:
Ein Teil in mir denkt immer noch (weiter).
Und ich bin mit meiner Energie in meinem Körper.
oder:
Heute kann ich lernen, mich anders zu verhalten als damals
weil ich heute andere Möglichkeiten habe und sicher bin.
Auf diese Weise entsteht innere Sicherheit, ohne dass etwas unterdrückt werden muss.
Mit der Zeit verlieren die alten Gedankenschleifen an Intensität. Dein Nervensystem lernt, dass es nicht mehr notwendig ist, ständig in diesen Kreisen zu bleiben.
Idealerweise ergänzt du nach dem „Stopp in the name of love“ noch eine kleine Klopfrunde, die sich auf die Körperreaktionen oder die Anteile bezieht, die für die verschiedenen Positionen stehen, über die du nachdenkst.
Vertiefung: Stärkende Klopfrunde bei Gedankenkreisen
In dieser alten Podcast Folge Klopfrunde begleite ich dich dabei, deinen Geist zu beruhigen und aus dem Gedankenkarussell auszusteigen:
Diese Übung ist besonders hilfreich, wenn du merkst, dass deine Gedanken immer wieder zu denselben Themen zurückkehren oder es dir schwerfällt, innerlich zur Ruhe zu kommen.
Je häufiger du diese Unterbrechung und die anschließende Stabilisierung erlebst, desto leichter wird es deinem Nervensystem fallen, neue Wege zu gehen.
Innere Ruhe entsteht nicht durch Kontrolle, sondern dadurch, dass dein Nervensystem Sicherheit erfährt.
Und genau das kannst du Schritt für Schritt lernen.
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten und wenn du den Eindruck hast, die Vorschläge reichen dir nicht aus, dann lass uns sprechen. Dann entwickeln wir deine auf dich abgestimmte Klopfrunde.
Schreib mir an po**@***********nn.de und vereinbare dein Erstgespräch.
Ich freue mich auf Dich.
Es ist nie zu spät,
du bis es wert,
dein Leben glücklich, erfolgreich und gesund zu führen.
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